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Was und wann – Saft oder Smoothie?


Was soll ich trinken, Saft oder Smoothies? Wenn ich diese Frage gestellt bekomme, kommt meist die Standardantwort: “Kommt darauf an!”

Wenn du deine tägliche Ernährung pimpen willst, spielt es keine große Rolle, denn beide sind voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Säfte und Smoothies sollten beide aus frischem und rohem Obst und Gemüse hergestellt werden.

Inhaltsstoffe oder was ist drin im Smoothie / Saft

Wenn du einen Smoothie machst kommen alle Zutaten in den Mixer und werden mechanisch zu einem trinkbaren Gemisch zerkleinert. Alles was du oben reingeworfen hast ist nun im Smoothie. Alle Vitamine, alle Mineralstoffe, alle Spurenelemente, alle sekundären Pflanzenstoffe und alle Ballaststoffe, alles drin.
Wenn du einen frischen rohen Saft machen willst, nimmst du einen Entsafter, im Idealfall einen langsam arbeitenden, mit einer oder zwei Walzen, die die Frucht erst zerreiben und dadurch die Fasern aufbrechen und den Saft dann durch ein Presssieb von der Faser trennen. Nun hast du einen hochwertigen Saft, in dem alles drin ist, aber im besten Fall keine Ballaststoffe.

Ich dachte Ballaststoffe sind wichtig?

Auch hier kommt es wieder darauf an. Wenn du Saftfasten willst, möchtest du deinen Darm entlasten und ihm eine Pause gönnen, du möchtest z.B. entgiften. In dieser Zeit möchtest du möglichst wenig Ballaststoffe zu dir nehmen. Sonst ist es einfach kein Fasten. Hier bekomme ich dann gerne zu hören, dass Smoothies auch gesund sind und im Körper Entgiftungsprozesse starten. Stimmt. Aber Rohkost ist auch gesund und startet in unserem Körper auch Entgiftungsprozesse, ist aber deshalb noch keine Fastenkur, sondern eine Ernährungsform.

Merke: Ballaststoffe sind zu jeder Zeit gut und wichtig, es sei den wir fasten und unser Darm hat Urlaub.

Ich filtere einfach meinen Smoothie zum Fasten 🙂

Leider ist ein guter Entsafter, vor allem wenn er mit Motor betrieben wird nicht ganz billig. Ich höre in meiner Saftfasten-Gruppe manchmal: “Ich mache mir einen Smoothie und filtere alles durch ein Baumwolltuch oder einen Nussmilchbeutel! 🙂 Wer Spaß am experimentieren hat kann es gerne mal versuchen, aber bitte nicht mit dieser Idee eine Saftfastenkur starten. Das wird nämlich nichts. Der Mixer zerkleinert zwar die Masse schön, aber dieser Brei verstopft dir in Null Komma Nix das Tuch. Diese Methode ist an Uneffektivität unschlagbar. Dann doch lieber einen Zentrifugalentsafter von Aldi oder Lidl.

Wer hat´s erfunden?

Die heutzutage bekannten Grünen Smoothies gehen meiner Recherchen nach auf die gebürtige Russin Victoria Boutenko zurück. Sie und ihre Familienmitglieder waren allesamt krank und die Ärzte konnten die Beschwerden zwar lindern, die Krankheiten jedoch nicht heilen. Victoria stellte die Ernährung der ganzen Familie auf Rohkost um und heilte alle. Sehr lange suchte sie nach einer Methode, ihre Familie mit mehr Salat zu versorgen. Diesen mochten sie meist nur in Verbindung mit Dressing, der wiederum nicht so gut vertragen wurde. Bei Beobachtungen von Affen stellte sie fest, dass diese verschiedene grüne Blätter zusammen mit Früchten aßen und diese sehr lange kauten. Der Grüne Smoothie war geboren.

Der deutschamerikanische Arzt Dr. Max Gerson behandelte im Jahr 1928 Krebspatienten, für die es aus schulmedizinischer Sicht keine Hoffnung mehr gab. Gerson gab ihnen hauptsächlich frische und rohe Säfte und ergänzte diese mit einer vitalstoffreichen, salzfreien Ernährungsform, Kaffeeeinläufen und verschiedene Nahrungsergänzungen. Die Krebspatienten erholten sich vollständig. Diese Methode hat diese Menschen nicht geheilt, sie versetzte nur den Körper in die Lage sich selbst heilen zu können.

Ein weiterer Befürworter frischer und roher Säfte ist (Dr.) Norman W. Walker der immerhin 99 Jahre alt wurde (*01.01.1886, † 06.06.1985). Walker schrieb verschiedene Bücher über Säfte und deren Wirkung auf unsere Gesundheit.

Die “Grünen Helden”

Warum ist „grün“ so gut für unseren Organismus? Der Stoff aus dem die grünen Helden sind heißt Chlorophyll. Das Chlorophyllmolekül besteht aus Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Stickstoff- und Sauerstoffmolekülen, es ist somit fast der Doppelgänger unserer roten Blutkörperchen. Der einzige Unterschied ist, dass dort wo beim Chlorophyll ein Magnesiumatom sitzt, sich beim Hämoglobin ein Eisenatom befindet.

Victoria Boutenko schreibt dazu in ihrem Buch „Green For Life“:
“Chlorophyll ist so wichtig wie das Sonnenlicht. Ohne Sonnenlicht gäbe es kein Leben und ohne Chlorophyll gäbe es ebenfalls kein Leben!”

Bauanleitung für einen Smoothie

Wenn du deine Ernährung mit einem Grünen Smoothie verbessern willst, solltest du einen hohen Anteil an grünen Blättern mit schmackhaftem Obst mischen und mit Wasser und Superfood ergänzen.

Meine Empfehlung:

  • 25-50% Obst
  • 50-75% Blattgemüse wie Salate, Spinat…
  • Wasser (Du kannst auch zuerst ein paar Nüsse oder Mandeln in den Mixer werfen und mit Wasser erst eine Nussmilch herstellen)
  • Superfood wie z.B. etwas kaltgepresstes Lein- oder Hanföl, Chiasamen und/oder Wildkräuter
    Anfänger nehmen mehr Obst, Profis mehr Gemüse. Reine Geschmackssache und Training 😉 Besonders bei Smoothies ist es wichtig auf die Qualität zu achten. Bio!

    Bauanleitung eines Saftes

    Beim Saftfasten gebe ich die Empfehlung mehr Gemüse als Obst zu entsaften. Aber ich kann zum Beispiel am Morgen einen Orangensaft trinken und am Mittag einen Apfel-Karottensaft und zum Abendessen leckere Gurke mit Tomate. Beim Saftfasten betrachte ich die Tagesbilanz. Ein weiterer Unterschied ist, dass Anfänger mehr Gemüse und Profis auch mal mehr Obst entsaften dürfen (nicht müssen). Dies hat den Hintergrund, dass Obst stärker entgiftet. Ein Anfänger könnte mit einer starken Entgiftung überfordert sein.
    Auch hier ist Bio gut. Allerding schreibt (Dr.) Norman W Walker, dass Schadstoffe sich in der Fruchtfaser befinden und der Saft rein sei. Diese Aussage kann ich jedoch nicht prüfen und halte dich dazu an Bio zu kaufen. Laut einer Pestizid-Studie von Greenpeace sind auch die Biogemüse und -obstsorten der Discounter ohne Pestizide.

    Wie mache ich Säfte und Smoothies noch gesünder

    Die höchste Mengen an Chlorophyll, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen finden wir nicht im Supermarkt, sondern im Garten, auf Wiesen oder in Wäldern. Sie sind in wilden, nicht domestizierten Grünpflanzen. Pimp deinen Saft oder Smoothie mit Brennessel, Klee, Löwenzahn, Vogelmiere und Wegerich um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

    “Wenn Sie leben wollen,
    dann beißen Sie ins Gras.”

    Aus „Grün essen“

    In unserer Heimat gibt es eine große Fülle an essbaren Wildpflanzen. Sie sind eine große Bereicherung für unsere Nahrung und stehen uns ohne dass sie angebaut werden müssen zur Verfügung. Geh in den Wald und sammle frische Beeren und Wildkräuter. In den meisten Gegenden gibt es mehrmals im Jahr die Möglichkeit an Kräuterwanderungen teilzunehmen. Informationen hierüber findest du im Internet, im Bioladen oder Reformhaus. Hier lernst du die Pflanzen zu erkennen und sie schmackhaft einzusetzen.

    Fazit

    Sowohl der frische und rohe Saft, als auch der Smoothie trägt zur Verbesserung deiner Ernährung bei. Saftfasten aber bitte nur mit Säften, denn nur Säfte sind annähernd ballaststofffrei und das macht das Fasten aus. Ein Smoothie macht uns am Morgen eher satt, weil eben die Ballaststoffe noch enthalten sind. Es heißt, beim Entsaften würden evtl. Schadstoffe in den Fasern zurückgehalten. Ein Smoothie ist schneller zubereitet und ein Mixer schneller gereinigt. Wie nur ein guter Entsafter sehr guten Saft macht, so macht auch nur ein guter Mixer sehr gute Smoothies.
    Wer einen guten Entsafter haben will, dem empfehle ich den XX und wer einen guten Entsafter haben will und Geld sparen möchte oder muss, dem empfehle ich XY.
    Ein hervorragender Hochleistungsmixer zu einem guten Preis ist der YY. Er schafft es auf 28000 Umdrehungen pro Minute.

    In diesem Zusammenhang möchte ich folgende Bücher empfehlen

    Wenn du folgende Links benutzt, um ein Buch zu kaufen, erhalte ich von Amazon eine Provision. Du hast dadurch keine Kosten – vielen Dank!
    Grüne Smoothies: Der Bestseller von der Erfinderin der Grünen Smoothis – Aktualisierte Neuauflage
    Frische Frucht- und Gemüsesäfte: Vitalstoffreiche Drinks für Fitness und Gesundheit
    Grün essen!: Die Gesundheitsrevolution auf Ihrem Teller
    Das Große Gerson Buch: Die bewährte Therapie gegen Krebs und andere Krankheiten

2 Comments

  1. Alex Derk sagt:

    Vielen lieben Dank für die kurze und Gute Zusammenfassung!

    Ich informierte mich schon über 4 Jahr durchgehend über gesunde Lebensweisen.

    Zum Thema:
    Habe einen Angel Juicer 8500 und einen Hochleistungsmixer mit 45000 U/min im Leerlauf.

    Gruß
    Alex Derk

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